Grundkurs Keramikversiegelung Wohnmobil: Schritt 3, entfetten, aktivieren und versiegeln - die johe Schule im Bereich Keramikversiegelung
Glänzende Aussichten - Bis dahin ist es noch ein sehr anspruchsvoller Weg:
1. entfetten: Damit die Versiegelung überhaupt dauerhaft mit dem Lack abbinden kann (eine Keramikversiegelung ist nicht wie früher eine Schicht auf dem Lack an sich sondern geht eine dauerhafte Verbindung mit dem Lack ein), muss der Lack entfettet werden. Jegliche Rückstände wie Fett (gehen Sie einmal mit bloßem Finger zu Hause über einen Spiegel...), Polymerreste etc. müssen mit Entfetter entfernt werden.
Doch Achtung! Ja Bremsenreiniger hat hervorragende entfettende Eigenschaften, aber ist eben für Bremsen und Motorteile gedacht. U.a. enthält Bremsenreiniger Polymere und bestimmte Tenside. Wenn Sie mit Bremsenreiniger entfetten, wird die Keramikversiegelung niemals halten. Es muss ein professioneller Lackreiniger genau für den Zweck einer Keramikversiegelung genommen werden.
2. Aktivator aufbringen: Mit dem Aktivator werden der Lack und alle zu versiegelnden Teile final vorbereitet. Er bewirkt, dass die Lackstruktur die Versiegelung optimal aufnimmt und eine dauerhafte Verbindung herstellt.
Wichtig: Darauf achten, dass auch alles an der zu versiegelnden Fläche behandelt wird...
3. Versiegelung: Mit einem kleinen Schwämmchen wird die Versiegelung aufgetragen. Je nachdem, welche Versiegelung Sie benutzen, müssen überschüssige Versiegelungsreste innerhalb von 3 oder 15 Minuten abgewischt und die jeweilige Anschlussfläche bearbeitet werden.
Dabei können grobe Fehler gemacht werden! Ein Klassiker ist, dass das Tuch zum abwischen der überschüssigen Versiegelung entweder nicht die richtige Konsistenz hat (Saugfähigkeit + Stabilität, je nach Versiegelungsprodukt). Ein Klassiker ist auch, dass das Tuch zum abwischen, nicht zum richtigen Zeitpunkt gewechselt wird, sprich eine Übersättigung da ist, die dazu führt, dass nicht alle überschüssigen Reste abgewischt werden (können). Ein Klassiker ist ebenso, dass mit dem Tuch versehentlich auf eine fertige Fläche gekommen wird. Und nicht zuletzt ist auch ein Klassiker ist, dass die Zeiten nicht eingehalten werden.
All diese Fehler führen dazu, dass am Ende nicht die Fläche gleichmäßig versiegelt ist und wie eine Art Schatten, Flecken usw. zu sehen sind. Dabei ist zu bedenken, dass sich eine ausgehärtete Kermaikversiegelung nicht ohne weiteres wieder entfernen lässt - für Laien schon garnicht...
